Ebbes aus Hohenlohe
Widerstand in Hohenlohe

Widerstand in Hohenlohe

Im öffentlichen Vortragsprogramm von Stadtarchiv Crailsheim und Crailsheimer Historischem Verein berichtet Harald Zigan am Dienstag, 23. Juni 2026, im Arkadenforum über den aus Kirchberg stammenden, weithin unbekannten Widerstandskämpfer Friedrich Jaeger.
Oberst Friedrich Gustav Jaeger, 1895 in Kirchberg an der Jagst geboren, spielte beim Umsturzversuch am 20. Juli 1944 (Operation „Walküre“) mit dem letztlich gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler eine wichtige Rolle in Berlin. Roland Freisler, berüchtigter Vorsitzender des „Volksgerichtshofes“, bezeichnete den Offizier als „ausführenden, militärischen Arm der Meuterer“ und verurteilte ihn zum Tod. Jaeger wurde in Plötzensee erhängt.
Während Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine engsten Verbündeten inzwischen mit einer Vielzahl von Veröffentlichungen zum militärischen Widerstand gegen das NS-Regime bedacht wurden, bleibt Oberst Jaeger in der einschlägigen Literatur seltsam blass und wird – wenn überhaupt – nur in Fußnoten oder wenigen Zeilen erwähnt. Der Vortrag am Dienstag, 23. Juni, im Arkadenforum zeichnet das Leben dieses weithin unbekannten Widerstandskämpfers mit Wurzeln in Hohenlohe nach.
Der Referent Harald Zigan war von 1978 bis 2020 Redakteur beim Hohenloher Tagblatt in Gerabronn und in Crailsheim und ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Geschichte der NS-Diktatur in der Region und zum Kriegsende 1945 in Hohenlohe. pm

Zur Info:

Der Vortrag findet am Dienstag, 23. Juni 2026, um 19.30 Uhr im Arkadenforum statt. Die Teilnahme kostet 5 Euro an der Abendkasse, Mitglieder des Crailsheimer Historischen Vereins erhalten freien Eintritt.

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