Ebbes aus Hohenlohe

Austausch über Literatur

Bücherei in Langenburg: Ehrenamtliche machen Lesen für Jung und Alt attraktiv

Wo früher einmal die Köpfe rauchten, sind heute schwere und leichte Bücher zu finden: In der Alten Schule in Langenburg betreibt der Geschichts- und Kulturverein im Auftrag der Stadt Langenburg seit 2011 die Bücherei: Die Mitglieder des sehr umtriebigen Vereins mieteten die Räumlichkeiten von den Brüdern Hans und Karl Schaeff – für den Unterhalt müssen die ehrenamtlich Tätigen „was bringen“, wie es deren Vorsitzender Wilhelm Arnold Ruopp ausdrückt. Veranstaltungen jeder Art, Lesungen, Kaffeenachmittage und natürlich Spenden finanzieren die Bibliothek.
Vor allem Kinder, Jugendliche und Senioren sind „Kunden“ der Bücherei. Alle Aufgaben werden von einem ehrenamtlich tätigen Team erledigt, zu ihm gehören: Luise Cramer, Axel Dit­trich, Heide und Wilhelm Arnold Ruopp, Sabine Schick, Andreas Schmelz und Martina Topheide. Letztes Jahr haben 170 Leser in den rund 4100 Büchern, DVDs, Hörbüchern, Zeitschriften und Comics gestöbert – 5600 mal wurden die Medien ausgeliehen. Die Bücherei ist der „Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen“ beim Regierungspräsidium in Stuttgart im wahrsten Sinne des Wortes angeschlossen: Aber nicht nur die Software kommt von dort, sondern auch Unterstützung bei der Wahl des richtigen Lesestoffs.
Das Büchereiteam hat viele Ideen und Einfälle, wie das Lesen attraktiver gemacht werden kann. So gibt es zweimal im Jahr die „Seitenblicke“, Bücherempfehlungen von Karin Friedle-Unger, zudem einen Lesekreis, der sich über vorher festgelegte Literatur austauscht und weitere Aktionen: Beim Bücherei-Rätsel ließen sich Langenburger Leser im Urlaub vor Statuen mehr oder weniger bekannter Autoren mit der Bücherei-Tasche „Langenburg liest“ fotografieren. In einer Beschreibung gab es ein paar Tipps und dann hieß es raten – „Welcher Schriftsteller war es?“ Über
100 Rätsel gab es so im Laufe der Zeit und die Gewinner erhielten jedes Mal ein Buchgeschenk. Gesammelt werden auch „Langenburger Autoren“, also Menschen, die im ehemaligen Residenzstädtchen lebten und arbeiteten. Dabei ist man auf über 40 Personen gekommen – schon früher wurde in Langenburg viel und gerne gelesen. (th)

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