Ebbes aus Hohenlohe

G’scheiter Stand, der sich sehen lassen kann

Drei Unternehmen präsentieren sich im Freigelände gemeinsam: Farmbau, Schneider & Sohn und Hanselmann. Sie wollen Kontakt zu Kunden und potenziellen Mitarbeitern und Azubis halten. 

Direkt vor dem Eingang ins Gewerbezelt fällt ein zweistöckiger Stand auf: unten eine hölzerne Außenwand, oben ein kuppelförmiges Zelt. Hier präsentieren sich drei namhafte Hohenloher Firmen gemeinsam – Farmbau aus Langenburg, Schneider & Sohn aus Gammesfeld und Hanselmann aus Crailsheim/Rot am See. „Wir denken gerne Out of the Box“, erklärt Alessandra Barthelmeß, Assistentin der Geschäftsführung bei Hanselmann, die Idee hinter dem Stand. Die drei Unternehmen arbeiteten seit Jahren erfolgreich zusammen und bildeten gemeinsam ein Netzwerk, „und das spiegelt auch unser gemeinsamer Auftritt auf der Muswiese wider“.

Nachdem eine Standfläche im Musdorfer Freigelände freigeworden war, haben sich Schneider & Sohn und Hanselmann auf den Platz beworben. Damit sie sich nicht gegenseitig ausstechen, haben sie beschlossen, gemeinsame Sache zu machen. Als der Standnachbar Farmbau das mitbekam, haben die Drei ihre Flächen einfach zusammengelegt und „etwas G’scheits daraus gemacht“, lacht Christian Schneider, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens.

Nun treten sie unter dem Slogan „Drei für Hohenlohe – Innovationen erleben“ auf. So bietet beispielsweise Hanselmann Gabelstapler den Umzug von kompletten Unternehmen inklusive der Produktionsanlagen an: „Bei dieser Dienstleistung übernehmen wir den Abbau der Maschinen, ihren Transport zum neuen Standort und bauen sie wieder auf“, erzählt Alessandra Barthelmeß die Vorgehensweise. Christian Schneider betont, dass sein Betrieb alten Bauschutt aufarbeitet und dem neuen Beton zugibt, „wir ersetzen einen Primärrohstoff durch das Recyclingmaterial und mit diesem Upcycling können neue Bauten entstehen“. Die ersten Versuche seien sehr vielversprechend und das Verfahren könnte umgesetzt werden, sofern es die Norm zulässt.

Farmbau Fertigsysteme hat den Modulbau weiterentwickelt: „Die Politik fordert zurzeit den seriellen Bau von Gebäuden“, legt Geschäftsführer und Ideengeber Wolfgang Maier dar, „das machen wir schon seit Jahren“. Module werden im Werk gefertigt, an die Baustelle gefahren und dort zusammengefügt. „So bauen wir alle zwei Wochen beispielsweise einen neuen Kindergarten.“ Das Unternehmen kombiniert dabei eine Bodenplatte aus massiven Stahlbeton mit einer Gebäudehülle aus Massivholz. Die Materialien könnten nach der Nutzung wieder recycelt werden, da keine Verbundmaterialien enthalten sind, macht Wolfgang Maier klar.

So sei auch der offene Stand aufgebaut: Den Unterbau bilden mehrere Farmbau-Fertigbaumodule, wie sie auch für Rund-um-die-Uhr-Lebensmittelläden eingesetzt werden. Auf den 10 mal 15 Meter großen Modulen sitzt ein sechs Meter hohes Hexgon-Kuppelzelt mit Außenterrasse, von der man einen tollen Blick über die Muswiese hat. Links und rechts präsentieren sich Schneider & Sohn mit Baumaschinen und Hanselmann mit Teleskopladern.

Für die drei Hohenloher Unternehmen ist die Präsenz auf dem Fest der Feste eine Selbstverständlichkeit: „Wir suchen die Nähe zu unseren Kunden und zu potenziellen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder neuen Azubis“, verdeutlicht Alessandra Barthelmeß. Christian Schneider ergänzt: „Wir hatten ähnliche Vorstellungen und sind so schnell auf einen Nenner gekommen.“ Wolfgang Maier bringt es auf den Punkt: „Du musst Dich zeigen, sonst lebst Du nicht mehr.“

Bei Farmbau kommt zum Aspekt der Sichtbarkeit auch der direkte Kontakt zu möglichen Interessenten: „Der landwirtschaftliche Bereich ist derzeit etwas ruhig, weil der Bund gerade an einem neuen Förderprogramm arbeitet, aber der Kommunal- und Gewerbebau läuft gut.“ So hätten die Kolleginnen und Kollegen an den ersten beiden Messetagen schon einige Adressen von möglichen Kundinnen und Kunden einsammeln können, die sich über Firmenhallen, Schulen, Kindergärten oder Feuerwehrgerätehäuser informierten. th

Foto: Präsentieren stolz einen der schönsten und größten Stände auf der Muswiese (von links): Wolfgang Maier, Alessandra Barthelmeß und Christian Schneider.

Ähnliche Beiträge:

Tolle Resonanz für Projekt

Redaktion

Gegenseitig achten und respektieren

Redaktion

Mit viel Zeit zum Schmuckstück

Redaktion