Da steckt viel Liebe drin

Daniela Heimberger näht für sich und andere hübsche Accessoires

Nähen ist für Daniela Heimberger  kein verstaubtes Hobby mit Hausfrauenimage. Die Gröningerin will neue Schnitte ausprobieren und Menschen eine Freude machen. 

Am Anfang stand die Nähmaschine ihrer Oma: Vor acht Jahren hat die heute 31-Jährige mit dem Nähen begonnen. Zunächst wagte sie sich an Kissen und kleine Taschen, „meine Mutter half mir dabei“. Mit der Zeit wurde sie immer mutiger und probierte auch andere Schnitte aus. „Erst habe ich für mich selbst genäht, später dann die Stücke verschenkt.“ 

Das Nähen hat sich die gelernte Krankenschwester über Learning by Doing selbst beigebracht. Das Internet mit vielen Beispielen und erklärenden Videos hat ihr dabei geholfen. „Irgendwann kam ich allerdings nicht mehr weiter und belegte bei der Volkshochschule in Crailsheim einen Kurs.“ Die erfahrene Dozentin vermittelte ihrer Schülerin Grundlagen und zeigte ihr die richtige Einstellung der Nähmaschine, beispielsweise der Fadenspannung. Dazu kamen Standards wie Knopflöcher und Reißverschlüsse sowie – ganz wichtig – kleine Kniffe und Tricks für jede Gelegenheit. 

Als vor zwei Jahren ihre Tochter Tamara geboren wurde, erweiterte sich das Repertoire von Daniela Heimberger: nun kamen Strampler, Windeltaschen und Anoraks dazu. Als Stofflieferanten dienen oft abgelegte Kleidungsstücke. Upcycling heißt die Devise. „Ich bin neugierig und will Neues umsetzen“, beschreibt sie ihre Motivation. Die Kindersachen haben eine überschaubare Größe und lassen sich so leichter nähen. Wenn Daniela Heimberger selbst designte Sachen an Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen weitergibt, sollen die Beschenkten auch noch nach Jahren wissen, wer sie genäht hat: dezent bringt sie ihr Label „Mrs. Zickzack“ an. „Viele Menschen schätzen selbst geschneiderte Dinge“, freut sie sich. „Andere erkennen aber den Zeitaufwand und die Liebe nicht, die drinsteckt.“

Für Menschen, die selbst mit dem Nähen anfangen möchten, hat die Hobbyschneiderin ein paar wichtige Tipps: „Lust haben, etwas mit den eigenen Händen herzustellen und etwas auszuprobieren, dabei entspannen, nicht verzweifeln, wenn etwas nicht gleich klappt, denn Fehler helfen, sich weiterzuentwickeln.“ th

Daniela Heimberger mit „Helferin“ Tamara an der Nähmaschine.

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