Wie hat Gerabronn früher ausgesehen? Einen besonderen Einblick in die Stadtgeschichte bietet ab Freitag, 2. Oktober 2026, eine Ausstellung im dortigen Kulturbahnhof. Erstmals werden Gemälde aus der städtischen Sammlung gemeinsam präsentiert. Die Ausstellung ist vom 2. bis 4. Oktober 2026 zu sehen und bildet zugleich den Abschluss der großen Ausstellungen des Historischen Arbeitskreises Gerabronn im Jubiläumsreigen „800 Jahre Gerabronn“.
Im Mittelpunkt stehen gemalte Ansichten von Gerabronn und der näheren Umgebung. Die Bilder zeigen Gebäude, Straßen und Landschaften aus unterschiedlichen Zeiten und machen somit auch die Veränderungen im Stadtbild sichtbar. Zu den Motiven gehört unter anderem der Gerabronner Torturm, der auf einem der ausgestellten Gemälde bei Nacht dargestellt ist.
Es sind Arbeiten verschiedener Künstler zu sehen. Zu sehen sind unter anderem Werke von Otto Albrecht, Werner Grund und Carl Alexander von Vollborth. Darüber hinaus hat der Historische Arbeitskreis Gemälde aus Privatbesitz in die Ausstellung aufgenommen. Dadurch ergibt sich ein breiterer Blick auf die künstlerische Darstellung Gerabronns und seiner Umgebung.
Die Ausstellung ist jedoch nicht nur eine Präsentation vorhandener Kunstwerke, sondern wirft auch einige Fragen zur Geschichte der städtischen Sammlung auf. Bei mehreren Bildern ist beispielsweise nicht bekannt, von wem sie stammen. Auch lässt sich bei manchen Gemälden nicht mehr eindeutig nachvollziehen, wann und unter welchen Umständen sie in den Besitz der Stadt gelangt sind.
Gerade diese offenen Fragen könnten während der Ausstellung zu neuen Erkenntnissen führen. Der Historische Arbeitskreis hofft deshalb auf Besucherinnen und Besucher, die einzelne Motive oder Werke wiedererkennen oder Hinweise zu deren Herkunft geben können. Vielleicht finden sich im privaten Familienbesitz noch Fotografien, Dokumente oder Erinnerungen, die zur Einordnung der Bilder beitragen können.
Damit wird die Ausstellung auch zu einer Spurensuche durch die Gerabronner Stadtgeschichte. Die Gemälde dokumentieren nicht nur vergangene Ansichten, sondern können zugleich Hinweise auf Personen, Gebäude und Entwicklungen liefern, deren Geschichte bislang nur unvollständig bekannt ist. pm

