Ebbes aus Hohenlohe

Naturgemäßes Gärtnern

Verein hilft Mitgliedern beim Gemüseanbau und mit Zierpflanzen

Im Frühjahr, wenn alles grünt und blüht, rückt der eigene Garten wieder in den Mittelpunkt der Aktivitäten. Bei den  Gartenfreunden Ilshofen treffen sich Gleichgesinnte, um sich auszutauschen. Der traditionsreiche Verein – er wurde nach dem Krieg gegründet – ist bei der Suche nach einer neuen Identität auf einem guten Weg.
Wie lege ich einen Garten an? Welche Nutzpflanzen gedeihen auf meinem Boden am besten? Wo kann ich ein Gartengerät leihen? Diese Fragen haben die Gartenfreunde Ilshofen für sich schon längst beantwortet, erzählt Vorstand Wolfgang Bayer: „Bei uns bekommt man alles, was man für den Garten benötigt.“ Die Mitglieder tauschen Informationen und Tipps aus, in Vorträgen erfahren sie mehr über den Anbau von Obst und Gemüse. Durch Analysen lässt sich schnell feststellen, ob der Boden zu sauer oder zu alkalisch ist. Mit geeigneten Pflanzen oder Dünger kann der Hobbygärtner nachhelfen. Außerdem macht es keinen Sinn, sich selbst Geräte anzuschaffen, die nur ein- oder zweimal pro Jahr benötigt werden: Der Verein hält unter anderem einen Pkw-Anhänger, einen Vertikutierer und eine Gärtenfräse bereit – die Mitglieder können sie für ein paar Euro ausleihen.
„Wir haben uns das naturgemäße Gärtnern und das umweltbewusste Leben auf die Fahnen geschrieben“, erklärt Wolfgang Bayer. Am Spielplatz der Gartenfreunde in der Ilshofener Ludwigstraße, der auf städtischem Grund liegt, zeigen die Mitglieder, wie es geht: Sie halten die Fläche in Schuss und sorgen dafür, dass die Geräte immer den neuesten Sicherheitsvorgaben entsprechen. „Um diese Aktionen zu finanzieren, veranstalten wir im Sommer dort unser Gartenfest.“
Nach einer Flaute in den letzten Jahren kommt Gärtnern wieder in Mode: Schulen legen Kräuterbeete an und neue Wohnhäuser erhalten wieder einen Nutzgarten. Die Gartenfreunde wollen die Chance nutzen und ihr langjähriges Know-how an andere weitergeben: Nicht nur Mitglieder sollen in Zukunft von den Seminaren und den Schnittkursen profitieren, sondern auch Interessierte. So werden, hofft der Vorsitzende, die mit Robotern gemähten Rasenflächen und die Steinwüsten vor den Häusern naturgemäßen Gärten mit Blumen und Obstbäumen weichen, in denen sich auch Insekten und Bienen wieder zu Hause fühlen. th

Hier erzählt Vorstand Wolfgang Bayer, wie man ein Hochbeet baut.

 

Ähnliche Beiträge:

Viel Lärm um Friedhofskatzen

Redaktion

Der ganze Stolz eines Wandergesellen

Redaktion

Wiederbesiedlung ist gestartet

Redaktion